(Mehr) Selbstvertrauen gewinnen

 

    Kennen Sie das? 

 

  • In einer Teamsitzung oder einer Besprechung haben sie eine gute Idee. Aber entweder trauen Sie sich nicht, das Wort zu ergreifen, weil Sie es nicht mögen, auf sich aufmerksam zu machen. Oder Sie tragen Ihre Idee vor, diese wird aber nicht richtig zur Kenntnis genommen. Ein paar Minuten später gibt ein Kollege in kaum abgewandelter Form zum besten, was Sie zuvor gesagt hatten, und plötzlich findet die Idee großen Anklang. Sie fragen sich, warum Sie nicht gehört wurden und sich andere mit Ihren Lorbeeren schmücken.
  • Sie betreten ein Geschäft und benötigen Beratung. Sie warten auf die Verkäuferin. Diese hat zwar bemerkt, dass Sie den Laden betreten haben, ist jedoch anderweitig beschäftigt und reagiert nicht auf Sie. Als Sie nach einiger Zeit höflich fragen, ob Sie Hilfe bekommen könnten, entgegnet die Verkäuferin in patzigem Tonfall, dass Sie sich doch bitte etwas gedulden sollten. Für Dritte ist es offensichtlich, dass die Verkäuferin schlechte Laune hat und sich unprofessionell verhält. Auch Ihnen ist das eigentlich klar. Dennoch haben Sie das Gefühl, dass Sie etwas falsch gemacht haben könnten und fragen sich, ob die Reaktion der Verkäuferin mit Ihnen zu tun haben könnte.
  • Sie haben ein Ziel, das Sie gerne erreichen würden, aber es kommt immer wieder etwas dazwischen, das Sie an der Umsetzung Ihrer Pläne hindert. Möglicherweise verhalten Sie sich auch genau gegensätzlich zu dem, was Sie sich vorgenommen hatten. Sie kritisieren sich selbst dafür, dass Sie nicht in der Lage zu sein scheinen, dieses Ziel zu erreichen. Gedanken wie "ich bekomme einfach nichts auf die Reihe" oder "das schaffe ich sowieso nicht" gehen Ihnen immer wieder durch den Kopf. Dadurch verstärkt sich das unerwünschte eigene Verhalten möglicherweise sogar noch und Sie haben das Gefühl, sich in einem Teufelskreis zu befinden.

 

Viele Frauen sind sehr selbstkritisch. Das führt dazu, dass sie sich beispielsweise beim Nachdenken über Konfliktsituationen die Schuld geben, auch wenn an einem Konflikt normalerweise beide Seiten beteiligt sind, also auch das Verhalten der oder des Anderen eine Rolle spielt.

 

Es kann aber auch umgekehrt sein und die Verantwortung für Konflikte wird stets beim Gegenüber gesucht. Selbst wenn es vordergründig betrachtet anders erscheinen mag, resultiert dies meist aus mangelndem Selbstvertrauen oder einem beeinträchtigten Selbstwertgefühl.   

 

Das eigene Handeln zu hinterfragen ist eine wichtige Eigenschaft und die Fähigkeit zur Selbstreflexion eine Stärke - so lange die Selbsteinschätzung realistisch ist und das Selbstbild grundsätzlich positiv und wertschätzend. Wenn man sich selbst zu sehr kritisiert, unter Ängsten und Selbstzweifeln leidet und sein Licht unter den Scheffel stellt, wird dies zum Problem. 

 

Das Paradoxe daran ist, dass es oftmals intelligente und gut ausgebildete Frauen sind, die die eigene Person und ihre Fähigkeiten besonders in Frage stellen.

 

Im beruflichen Bereich führt dies häufig dazu, dass Frauen beispielsweise gegenüber Männern zurückstecken, obwohl sie nicht weniger fähig und kompetent sind als ihre männlichen Kollegen. Oder sie fühlen sich den weiblichen Kolleginnen unterlegen, die selbstbewusster auftreten als sie.

 

Mangelndes Selbstvertrauen oder ein zu kritischer Umgang mit der eigenen Person können sich auch in anderen Bereichen zeigen. So sind Probleme in der Partner- oder Elternschaft, Konflikte im allgemeinen zwischenmenschlichen Bereich oder selbst-sabotierendes Verhalten letztendlich oftmals durch ein negatives Selbstbild begründet.

 

Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen oftmals bis in die Kindheit zurück. Dabei sind es nicht nur die großen, einschneidenden Erlebnisse, die uns als Kinder am meisten beeindrucken, sondern auch vermeintlich kleine Vorkommnisse, die oberflächlich und aus der Perspektive eines Erwachsenen betrachtet nicht dramatisch sind. Die Erziehung durch (auch wohlmeinende) Eltern und andere enge Bezugspersonen, der Einfluss und das Verhalten von Lehrern, Konflikte mit Mitschülern und andere Situationen in der Erlebniswelt eines Kindes können so starke Spuren hinterlassen, dass sie sein Selbstbild nachhaltig prägen. 

 

Doch zum Glück können wir auch als Erwachsene unser Selbstbild verändern, indem wir diese prägenden Erlebnisse aufspüren und gewissermaßen die damit verbundene emotionale Ladung  neutralisieren.

 

Dabei begleite ich Sie gerne und mit vielfach erprobten, effektiven Methoden. Gewinnen Sie mehr Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten, entwickeln Sie ein uneingeschränkt positives Selbstbild und seien Sie in Zukunft selbstsicherer und zufriedener!